Wer grade auf der Suche nach einem Job ist, der wird mir in diesem Punkt zustimmen: Heutzutage ist man froh, wenn man eine feste Anstellung hat. Auch mein Bruder war leider einige Zeit arbeitslos, allerdings hat er selbst gekündigt. Er ist diplomierter Übersetzer fürs Spanische und hat nach seinem Studium direkt einen Arbeitsplatz bei einer Sprachschule gefunden. Mit dem Arbeitgeber gab es aber schon nach kurzer Zeit massive Probleme: Die Kommunikation war miserabel, die Kollegen nicht kompromissbereit und die ganze Atmosphäre stimmte nicht. Nach langem Überlegen hat mein Bruder schließlich den Schlussstrich gezogen, weil er sich einfach nicht mehr wohl fühlte. Eine gewagte Entscheidung heutzutage, aber ich glaube es war einfach das Beste für ihn.
Zum Glück hat er schnell wieder Arbeit gefunden: bei einer Übersetzungsagentur Spanisch in Hamburg. Obwohl er erst einige Woche dort angestellt ist, merkt man die Veränderung sofort: Wenn er nach Hause kommt, gibt’s kein mürrisches Gesicht und keine schlechte Laune mehr. Im Gegenteil, mein Bruder ist ganz begeistert von seiner neuen Arbeit. Es ist halt nicht selbstverständlich, dass man mit netten und flexiblen Leuten zusammenarbeiten darf. Ich denke es war einfach Glück, dass die Agentur noch einen spanischen Übersetzer gebraucht hat.
Daran sieht man mal wieder, was Leute alles auf sich nehmen, bloß um ihren Job nicht zu riskieren. Dabei sollte man auch in den heutigen Zeiten bereit sein, Risiken einzugehen. Sonst kann man – wie man am Beispiel meines Bruders sieht – nicht wirklich etwas verändern!